Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Lara Croft selbstgeschrieben, handgemalt, aus Sperrholz ausgesägt... (und andere Geschichten)

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Dark_Raider
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Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon Dark_Raider » 20.03.2010, 22:05

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Einst lebte ich mit meiner Familie und meiner Schwester in einem kleinen Fischerdorf. Wir kamen zu der damaligen Zeit gut mit dem kanppen Geld zurecht, doch dann kam der neue Kaiser. Sie, die Diener und Soldaten des Kaisers, kamen an unsere Haustür und wollten immer höhere Steuern. Meine Eltern sahen bald keinen anderen Ausweg und verkauften mich und meine Schwester an die Häuser der Freudenviertel in Japan. Wir wurden in einen Holzwagen gesteckt, zwischen Säcken voller Reis und verdrecktem Stoff. Als ich am Ende der Reise aus dem Wagen gezerrt wurde, würde sich der Weg von mir und meiner geliebten Schwester für immer trennen. Ich kam nach Kyoto, in dessen berühmteste Haus, das Haus Hatsumoto. Die Hausherrin war streng, zwang mich zu schwersten Arbeiten. Geschwächt von dem schnellen Abschied meiner Schwester und den schwersten Arbeiten, lernte ich bald, wie man überlebte in dieser Welt. Ich ging schon bald zur Schule, erlernte die Kunst der Musik und des Tanzes. Schon bald sollte ich zu einer Geisha werden, einer edlen Unterhalterin der Gäste. Nach der Ausbildung wurde ich zu "Yumi". Die Hausherrin sagte, ich sei die schönste Geisha, die je in ihr Haus gekommen war.
In den freien Nächten meiner Ausbildung ging ich durch die Straßen, anmutig und stolz. Bald erbickte ich eine Kämpfer, einen Solchen, der damals an der Haustür meine Eltern ausgenommen hatte. In mir wurde der Hass lebendig, meine Füße trugen mich wie von selbst dorthin. Als ich auf ihn zuging, bemerkte ich, dass sie anders waren als die damaligen Kämpfer. Sie waren anders, ich sah es sofort. Seither schlich ich mich jede freie Nacht dorthin, um die Künste der außergewöhnlichen Kämpfer zu studieren. Ich lernte bald, dass sie Samurai waren und ihren Dienst für ihr eigenes Wohl taten. Ich fragte sie, warum sie nicht für den Kaiser kämpften, daraufhin antworteten sie mit der Frage, warum ich so viel von ihnen wissen wollte. Ich sagte nichts, sondern drehte mich nur um und verschwand. Seit diesem moment hatte ich beschlossen, das Gleiche zu tun. Ich traf mich heimlich mit Ihnen, auf den Dächern des Viertels. Sie lehrten mich deren Künste, schon bald wurde ich die beste Schülerin unter ihnen. Keiner der Geishahäuser ahnte von meiner Verwandlung. Niemand erkannte wie sehr ich mich änderte.
Als ich alles erlernt hatte, was zu erlernen war, erfuhr ich, wer sie wirklich waren. Assassinen, Auftragsmörder, die versteckt in der Masse die Schuldigen der schlechten Dinge hinrichteten. Ich schloss mich ihnen an, um den Verlust meiner Schwester zu rächen und um meinem Leben einen Sinn zu geben.


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Ich heiße Miu Kasumi und bin ein Assassine, verborgen hinter der Maske der Geisha.
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†_Dark Angel_†

Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon †_Dark Angel_† » 21.03.2010, 2:52

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Als ich von ihr getrennt wurde, war ich am Boden zerstört. Wie sollte es nur ohne sie weitergehen?
Mein neues Heim sollte das Daiki Haus in Kameoka sein. Es war ein sehr großes und edles Haus. Der Hausherr war Kin Daiki, er gehörte dem Adel an. Als ich ankam, stieß mich der Händler vom Wagen. Daiki erwartete mich. Er war kräftiger gebaut und musterte mich skeptisch- ja fast abwertend. Ein kalter- und herzloser Mensch. Daiki rief seine Zofe Yori und beauftragte sie damit, sich um mich zu kümmern. Yori nahm mich mit und zeigte mir meine Kammer. Es war ein kleines Kämmerchen. Ein recht ordentliches. Zwar nicht so, wie die des Hausherrn, aber auch nicht verwahrlost. Sie erklärte mir, dass am nächsten Tag meine Ausbildung zur Geisha anfangen würde. Ich versuchte meinen Kummer zu verbergen und gab mein Bestes, damit mein Herr zufrieden mit mir war. Dies sollte sich als sehr schwierig erweisen. Ich gab mein Bestes, Tag für Tag. Immer unter den wachsamen Augen meines Herrn. Egal, wie sehr ich mich auch anstrengte. Nichts war ihm gut genug, jedesmal wurde ich ins Gebet genommen und musste mich runtermachen lassen. An einem Abend bekam ich sogar eine kräftige Ohrfeige. Ich ging zu Boden, Blut tropfte aus meiner Nase. Yori half mir auf und führte mich schweigend in meine Kammer. Mitten in der Nacht rannte ich hinaus, warf mich auf den Rasen und weinte. Ich blickte zu dem großen Mond empor und flieh ihn an mir zu helfen. In dem Moment erblickte ich eine Gestalt. Sie kam direkt auf mich zu. Ein Ninja. Er reichte mir die Hand und wollte, dass ich ihm folge. Ich war zu der Zeit so am Boden, dass es mir egal war, ob er mich töten wollte, oder nicht. Ich folgte ihm. Er war der Anführer, der Kage-Ninjas. Die Kage waren Assassinen. Er beobachtete mich schon eine ganze Weile im Haus Daiki. Bei den Kage waren alle sehr nett zu mir und halfen mir meinen Kummer zu bewältigen. Sie nahmen mich auf und lehrten mich alles, was sie wussten. Ich wurde zu einer starken, mutigem, selbstbewussten, flinken und schnellen Kriegerin. Ich hatte den Rang des Anführers erreicht und führte neben dem Oberhaupt Akira die Kage an. Meine Waffen waren 2 Schwerter, die ich perfekt beherrschte.


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Mein Name ist Mizuki Kasumi und bin 23 Jahre alt. Ich bin stolze Ninja und führe die Kage an.

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Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon Dark_Raider » 21.03.2010, 18:11

Es war ein Tag wie jeder andere auch. Ich wurde für meinen Auftritt zurechtgemacht, die Schminke wurde mit größter Sorgfalt aufgetragen und die Haare in voller Pracht geschmückt und hochgesteckt. Mein Blick in den Spiegel war ausdruckslos und kalt. So, wie ich immer war, seit der schmerzhaften Trennung. Ich schminkte meine Lippen selbst, brachte meine Ohrringe und sonstigen Schmuck ebenfalls selbst an. Ich wurde mit den prachtvollsten Kimonos gekleidet, immer aus Seide oder edleren Stoffen aus dem Ausland. Man nannte mich "die kalte Schönheit" und war bereits eine Brühmtheit in ganz Japan. Als ich fertig war, ließ ich meine Diener aus dem Zimmer verweisen, setzte mich an meine Kommode und schon bald klopfte es an meiner Türe zum Garten.

Ich: "Tretet ein."

Kurz darauf schob sich die Tür auf und ein verhüllter Krieger mit langen Schwertern auf dem Rücken kniete an der Tür am Boden.

Krieger: "Miu-tono. Ich bin hier, um Euch alles Bräuchliche zu übergeben!"
Ich: "Legt sie vor Euch ab."
Krieger: "Jawohl."

Er legte ein langes, leicht gebogenes Schwert auf die Matte vor sich, ebenso ein kleines Bündel, in welches sich meine übliche Rüstung verbarg. Ich sah während der ganzen Szene in den Spiegel, betrachtete mich selbst mit dem einzigen Blick, den ich kannte: Kalt und ausdruckslos. Als der Krieger sich wieder klirrend verbeugte, neigte ich meinen Kopf zu seiner Seite, sah aber auf den Boden.

Ich: "Shun-san."
Krieger: "Ja."
Ich: "Denkt an unsere Vereinbarung. Und seid achtsam. Sollte Euch etwas auffallen, teilt mir dies sofort mit."
Krieger: "Jawohl, Miu-tono."
Ich: "Dann geht."
Krieger: "Jawohl."

Kurz darauf wurde die Tür wieder zugeschoben und ich stand in einem Atemzug auf. Ich schlüpfte in meine Getas an. In meinem erlernten stolzen gang ging ich aus dem Haus, begleitet von einer Neuen, die einen Schirm trug, um mich vor dem plötzlichen Regen zu schützen. Ich achtete nicht auf die Neue, sondern ging so, wie es mir passte. Sie musste schließlich hinterherkommen, ich hatte sonst nichts mit ihr zu tun. Schon bald erreichte ich das Gästehaus und trat ein. Ich wurde mit Applaus begrüßt, verneigte mich leicht und anmutig und gesellte mich zu den Gästen an den Tischen. Ich schenkte Tee ein, führte unterhaltsame Gespräche und tat einfach das, was mir gelehrt wurde.
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†_Dark Angel_†

Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon †_Dark Angel_† » 22.03.2010, 18:21

Ziemlich weit ausserhalb von Kameoka stand eine alte, verlassene Burg. Die Zeit hinterließ an einige Stellen deutlich ihre Spuren. Sie wurde gemieden, da sich hartnäckig das Gerücht hielt, dass es dort von den Geistern der verstorbenen Ritter wimmelte. Hier hatte sich die Kage eingenistet, welche es schon seit vielen Jahrzehnten gab. Es wurde Abend. Ich saß auf einer der Zinnmauern und betrachtete das Abendrot. Ich hörte Schritte hinter mir, drehte mich jedoch micht um, da ich wusste, von wem sie stammten.

Ich: "Hiroki, was gibt es?"
Hiroki: "Mizuki, Akira wünscht Euch zu sprechen."

Der Krieger verneigte sich, während er sprach. Inzwischen waren Akira und ich ein Paar geworden.

Akira: "Mizuki-san, komm und setz dich zu mir."

Ich setzte mich zu ihm und er begann mir von einem uraltem- und mächtigem Artefakt zu erzählen. Dem Drachenstein. Laut einer Legende, konnte man mit ihm einen mächtigen Drachen beschwören. Die Kage hüteten diesen Stein seit Generationen. Doch vor einiger Zeit wurde dieser gestohlen. Späher hatten ihn in einem prunktviollem Haus in Kyoto ausfindig gemacht. Nun sollte es mein Auftrag werden, ihn wieder zurückzuholen.

Ich: "Verlass dich auf mich, Akira-san, ich werde den Drachenstein heimholen."

Ich stand auf, drehte mich um und machte mich sofort auf den Weg. Inzwischen war es dunkel geworden. Die Dunkelheit konnte mir nur von Vorteil sein, da ich selbst schwarz gekleidet war. Bewaffnet mit meinen Schwertern auf dem Rücken und anderem, setzte ich zielstrebig meinen Weg Richtung Kyoto fort. Angekommen hatte ich schonbald das Haus ausfindig machen können. Ich versteckte mich hinter einem Busch und wartete, bis alle Lichter erloschen waren. Als ich mir das Haus genauer betrachtete, um einen Eingang zu finden, kam mir das Gefühl, als wäre ich hier schonmal gewesen. Ich kletterte leis auf das Dach und huschte durch ein kleines, offenes Fenster hinein. Wie eine Katze, die sich lautlos an ihr Opfer heranpirschte, bewegte ich mich durch die Räume und Fluren. Unentdeckt konnte ich bis in den Keller vordringen. Dort befand sich auf einem Schrein das, weswegen ich hergekommen war. Das Artefakt fing an zu leuchten, als ich mich näherte und tauchte den Raum in ein goldenes Licht. Als ob es mich erwartet hätte. In dem Moment, als ich es an mich nehmen wollte, erschien eine junge Frau in der Tür. Ich zog meine Schwerter, welche ich über Kreuz auf meinem Rücken trug und nahm die Angriffspose ein. Es war merkwürdig, denn beim Anblick der Frau überkam mich erneut das Gefühl von vorhin. Sie musste in meinem Alter sein. Ihr Blick war eiskalt.

Ich: "Du Mädchen! Wenn du mich an der Erfüllung meines Auftrags hindern willst, wirst du um dein Leben kämpfen müssen!"

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Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon Dark_Raider » 22.03.2010, 18:39

Doch diese junge Frau gab keine Antwort, sondern sah Mizuki nur mit demselben Blick an. Das Licht der flackernden Flammen ließ das Gesicht der kalten Kreatur angsteinflößend werden und nur vage konnte man einen Griff des Schwertes erkennen. Die edle Geisha blieb an der Stelle, wo sie aufgetaucht war. Sie sprach im gleichgültigen Ton.

Geisha: "So? Das sagt mir jemand, der sich feige in das Haus einer Geisha schleicht, um ein altes Artefakt zu stehlen, dass eh nur eine dumme Legende ist? Bitte, dann kämpfen wir. Wenn du es so voraussetzt."

Mit einem Mal flog der Kimono von dem bleichgeschminkten Körper der edlen Frau und ein Zurren erfüllte die Luft. Im nächsten Augenblick stand eine Samuraikämpferin vor dem Ninja. Ihr Blick blieb gleichgültig und kalt, die Spitze des Katana's blitzte blutrünstig im flackernden Licht auf. Man erkannte die eingeschmiedeten Zeichen, die hießen: "Die leichte Feder wiegt sich im schönen Mondschein." Ich ließ sie damals als ewige Erinnerung an meine Schwester einschmieden.
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†_Dark Angel_†

Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon †_Dark Angel_† » 22.03.2010, 19:10

Ich: "Ich hole nur unser Eigentum heim!"

Dann sprang ich auf die Samurai zu. Wir lieferten uns einen harten Kampf. Unsere Klingen klirrten und der Drachenstein leuchtete immer heller. Wir waren gleichstark und es war so, als würde jeder wissen, was die andere als Nächstes macht. Der Raum war ziemlich groß, so hatten wir Platz zu ausweichen. Es befanden sich ein paar Kisten und drei Regale hier. Zwei Regale wurden Opfer unserer Schwerter. Ich war fest entschlossen zu gewinnen und drängte meine Gegnerin immer mehr nach hinten. Als sie plötzlich rückwärts über eine Kiste fiel, hatte ich eine günstige Position um zuzustechen. Aber ich tat es nicht. Ich starrte ihr stattdessen tief in die Augen und sah Erinnerungen aus Kindertagen vor mir. Warum? Das Licht des Artefakts schien in dem Moment so hell, wie nie zuvor. War es möglich, dass ich hier gegen meine geliebte Schwester kämpfte und sie beinahe hätte umgebracht? Ich lies von ihr ab und nahm mein Tuch , welches ich über Mund und Nase trug, ab.

Ich: "Miu? Bist du Miu Kasumi?"

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Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon Dark_Raider » 22.03.2010, 19:40

Doch die eben gefallene Kriegerin verpasste der verstörten Kämpferin einen gekonnten Stoß in den Bauch, sodass diese nach hinten fiel und die Samuraikämpferin sich auf den Ninja setzte. Wieder ein Zurren. Die Klingenspitze war an der Kehle der Ninjakriegerin. Die offenen Haare der "Yumi" fielen in ihr Gesicht, nur ein Auge blieb frei, welches die ausgelieferte Mizuki ansah, als ob es nie einen Kampf gegeben hätte. Ich sprach in demselben gleichgültigen Ton wie bisher.

Ich: "Behauptet niemals zu wissen, wie der wahre Name einer Geisha lautet... Woher wollt Ihr wissen, dass ich diese Miu Kasumi bin?"

Die Zeichen auf dem Schwert blitzen auf.
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†_Dark Angel_†

Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon †_Dark Angel_† » 23.03.2010, 18:05

Binnen einer Sekunde, hatte ich meine Schwerter vor Miu's Kehle gekreuzt. Wir befanden uns in einer Pattsituation.

Ich: "Ich will dir mal eine Geschichte erzählen. Es lebte einmal eine kleine Familie. Sie waren arm, aber glücklich. Doch eines Tages mussten sie ihre Töchter verkaufen. Beiden setzte die Trennung schwer zu, da sie sich sehr gern hatten. Sie wussten nicht, ob- und wann sie sich jemals wiedersehen würden. Sie wurden in verschiedene Städte gebracht und dort als Geishas ausgebildet. Die eine schloss sich Samurai's an, die andere Ninja's. Nun kämpften sie gegeneinander ohne zu wissen, dass sie einmal zusammengehörten. Eine Ninja ist stolz und kennt kein Erbarmen, wenn sie ihr Ziel erreichen will. Doch ihrer Familie würde sie nie Leid zufügen."

Ich nahm die Klingen von Miu's Hals.

Ich: "Töte mich, liebste Schwester, wenn du es begehrst. Durch deine Hand zu sterben, wäre mir lieber, als durch eine andere. Zumindest durfte ich dich ein letztes Mal sehen."

Dann schloss ich meine Augen und wartete auf Miu's Reaktion.

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Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon Dark_Raider » 23.03.2010, 18:26

Doch nichts geschah, man hörte nur ein Schwert in die Scheide zurückschnellen. Ich sah sie nur Mizuki an, mein Gesicht war halb beschattet, sodass nur ein Auge zu sehen war. Man sah ein Rinnsal, eine kleine Träne, wie sie die Wange nur langsam hinterrannte. Meine Augen waren rot, sie weinten. Doch ansonsten gab es keine Regung. Ich sprach kein Wort, sondern ging nur zur Tür, die hinaus in meinen garten führte unds chob sie mit einem kräftigen Ruck auf. Ich sah mit gehobenen Kopf hinaus, mein Gesicht war hell im Mondschein. Ich sagte den vers auf, den wir beide uns damals überlegten, für den Fall, dass etwas geschehen sollte.

Ich: "Die leichte Feder wiegt im Mondschein. Der Mond ist das Schöne, Weiche, wie die Nacht, die die Feder leicht in ihrern Nachtwinden umarmt. Die Feder jedoch, schnell und leichtfüßig, so sind beide doch verwandt. So sehr sie sich ähneln."

Ich blinzelte, das kleine Rinnsal wurde breiter und eine dicke Träne tropfte auf die Tatamimatten.

Ich: "So beginnen sie ihre Reise, um ihre Geschichte der Welt zu erzählen. Sie sind unzertrennlich, kein Sturm, kein Umwetter und keine Gewalt kann sie je zertrennen. So soll es für ewige Zeiten andauern. Die Kälte wird sie einnehmen, das Schlechte über sie wachen. Doch: Sie sind auf ewig in ihren Seelen vereint."

Es war lange Zeit still, dann klopfte es an der Tür hinein.

Stimme: "Verzeiht, Yumi-sama, aber dürfte ich mir euren Kamm ausleihen? Meiner ist zerbrochen und ich kann jetzt nicht-"
Ich: "Dann lerne, wie man mit den Dingen umgeht, die man auf ewig brauchen wird, du dummes Ding!"

Ich schrie es, ich sah sie vor meinem inenrlcihen Augen zusammenzucken. Man hörte nurnoch einige Schritte, wie sie wegliefen. Dann war wieder Stille und ich wartete auf eine Reaktion.
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†_Dark Angel_†

Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon †_Dark Angel_† » 24.03.2010, 18:10

Ich raffte mich auf und steckte meine Schwerter weg. Auch mir rannen Tränen über die Wangen. Ich ging zu Miu und sprach dabei unsere Zeilen nach.

Ich: "Miu-san, meine liebe Schwester. Wie sehr hatte ich den Tag herbeigesehnt, an dem wir uns wiedersehen. Nun endlich ist dieser Tag gekommen. Ich möchte dich nie mehr missen!"

Vorsichtig nahm ich Miu in den Arm. Doch dann drückte jede die andere so fest, wie sie konnte. Wir verblieben eine ganze Weile so. Miu schwieg nochimmer.

Ich: "Ich muss zurück. Warte auf mich, ich werde morgen wiederkommen. Ich habe eine Idee, wie wir zusammenbleiben können. Morgenfrüh, werde ich mich hier für die Ausbildung als Geisha anbieten. So müssen wir uns nie wieder trennen."

Ich lächelte sie an und strich ihr mit meiner Hand zart über ihre Wange. Dann drehte ich mich um und verließ, das Grundstück. Als ich die Stadtgrenze hinter mir gelassen hatte, ging ich vom Gehen in den Sprint über und legte so den Rest der Strecke bis zu der Burg zurück. Als ich ankam, wurde ich schon von Akira erwartet.

Akira: "Mizuki-san, da bist du ja endlich wieder. Ich begann mich schon um dich zu Sorgen. Du lässt dir doch sonst nicht soviel Zeit, was ist passiert?"

Mein Gesicht war nochimmer Tränenüberströmt. Ich brach zusammen. Akira eilte zu mir und nahm mich in den Arm.

Ich: "Ich habe meine Schwetser gesehen. Nach jahrelanger, schmerzhafter Trennung, durfte ich sie endlich wieder sehen. Sie hatte mich erwischt, wie ich den Stein holen wollte. Wir erkannten uns zuerst nicht wieder und verwickelten uns in einen harten Kampf. Akira, ich hätte den Stein mitnehmen können, tat es aber nicht. Ich konnte es einfach nicht tun. Bitte schicke einen anderen Krieger, vergib mir."
Akira: "Ist schon in Ordnung. Ich werde eine Weile verstreichen lassen und dann Hiroki schicken. Mizuki-san, vielleicht solltest du zu deiner Schwetser zurückkehren. Du scheinst sie sehr zu lieben."
Ich: "Ich danke dir, Akira-san. Ich dachte auch daran. Ich war mir aber nicht sicher, wie du reagieren würdest."
Akira: "Geh ruhig. Wir werden auf dich warten, bis du zurückkehrst. Egal, wie lange es auch dauern mag.

Ich bedankte mich bei Akia und gab ihm einen Kuss.

Ich: "Bitte lass mich nun eine Weile allein."
Akira: "Wie du es wünscht."

Akira stand auf und verschwand in der Burg. Ich setzte mich wieder auf eine der Zinnmauern, betrachtete den Mond und lauschte dem Heulen der Wölfe in dem Wald nebenan. Ich saß einfach nur da und versuchte zu verarbeiten. Durch meinen Plan konnten Miu und ich wieder zusammen sein. Die Kage würde ich regelmäßig besuchen kommen und weiterhin Aufträge übernehmen. Mein letzter Versuch die Künste der Geisha zu erlernen, scheiterte. Diesesmal jedoch, wollte ich mir besonders Mühe geben und mich anstrengen. Ich wusste, diesmal kann ich es schaffen. Ich kletterte hinunter, ging in mein Gemach und suchte meine schönsten Kleider, Kimonos und Schmuck zusammen. Ich packte meinen Sack und legte mir etwas für den Tag zurecht. Kurz darauf schlief ich ein.
Am nächsten Morgen war ich schon früh auf. Es war ein schöner Morgen. Ich berichtete Akira von meinem Plan und zog los. Ich trug einen wunderschönen Kimono und edlen Schmuck. Darunter trug ich meine Ninjakleidung und die Waffen. Darauf konnte ich nicht verzichten. Wenig später erreichte ich das Haus Hatsumoto. Bei Tag sah es noch viel riesiger und edler aus, als bei Nacht. Die Hausherrin öffnete mir die Tür. Ich verneigte mich.

Ich: "Ich grüße Euch, edle Dame. Mein Name ist Sakura Usagi und komme aus der Stadt Muko. Mein Traum ist es, die Künste der Geisha zu erlernen. Überall wurde mir geraten zum Haus Hatsumoto zu gehen. Dem Edelsten weit und breit."

Ihr Blick war ernst, aber nicht abwertend, wie damals der von Daiki. Ich blieb weiterhin verneigt und versuchte, so vornehm, wie möglich zu erscheinen.

Hausherrin: "Tritt ein. Dein Gemach findest du im dritten Stock, elfte Tür rechts. Du meldest dich dann bei der Geisha Yumi, sie wird dir alles weitere erklären."

Ich: "Ich danke euch vielmals!"

Ich machte mich auf den Weg zu meinem Gemach. Ich hatte mit Absicht einen falschen Namen gesagt. Kurze Zeit später war ich angekommen und packte meine Sachen aus.

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Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon Dark_Raider » 24.03.2010, 18:43

Meine Haare waren lang und noch zersaust von der Nacht, aber dennoch waren sie wie gepflegt. Ich trug einen, für normale Leute sehr edlen Kimono, aber für mich war es wie ein Hemd. Man hörte meine Schritte auf den Tataminatten meines Zimmers, übte einige neue Bewegungen mit den Fächern. Irgendwann klopfte es, ich war aus meiner Konzentration gestoßen worden und klappte die Fächer zusammen. Mein Gesicht sah die Tür an.

Ich: "Wer wagt es, mich bei den Übungen zu stören?"
Stimme: "Ah, ich-"
Ich: "Haruka, wie oft habe ich dir schon gesagt, dass ich von neun bis zehn übe?!"
Stimme: "Verzeiht mir, ich bitte um vergebung, aber es ist dringend!"
Ich: "Was kann so wichtig sein, dass du die Regeln brichst?!"
Stimme: "Es ist eine Maiko angekommen und Hatsumoto möchte, dass du sie einweist!"

Ich wusste sofort, wer es war.

Ich: "Gut, dann geh!"

Kurz darauf trabte die Neue schon davon. Ich packte meine Fächer wieder zurück, trug den Kimono locker, sodass er über die Matten streifte und rauschte aus meinem Zimmer hinaus auf den Flur. Man hörte meine kräftigen Schritte, mein Blick war kalt und starr. Dann schob ich einfach die Tür zu ihrem Zimmer auf und schloss es wieder laut, als ich in ihrem Zimmer war. Ich lehnte mich an die Kommode und sah dich nur an.

Ich: "Soso, Sakura Usagi, hm?"
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†_Dark Angel_†

Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon †_Dark Angel_† » 24.03.2010, 19:20

Ich: "Ja, ich zog es vor einen falschen Namen anzugeben, um eventuelles Misstrauen vorzubeugen. Verzeih, wie es hier aussieht, ich bin noch am Einräumen."

Ich lächelte Miu an und räumte schnell meine Sachen ein.

Ich: "Sag, wie ist es dir hier ergangen? Und wo hast du die Samuraikünste erlernt?

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Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon Dark_Raider » 24.03.2010, 19:30

Ich zuckte nicht ein bisschen, sondern ging nur mit anmutigen und stolzem Schritt durch das Zimmer.

Ich: "Eine lange Geschichte, aber ich fürchte, ich kann dir nicht alles erzählen... Mit der Zeit wirst du mehr erfahren, in Ordnung?"

Ich ging zu ihr und sah ihr zu, wie sie einräumte.

Ich: "Ich hoffe, du verstehst es. Es ist nicht genügend Zeit für das Ganze, deshalb müssen wir es in unserer gemeinsamen Zeit tun."

Ich drehte mich um und ging zum Fenster dieses Zimmers.

Ich: "Du wirst meine Dienerin werden, erst dann zur Maiko und dann zur Geisha wenn du alles bestehst. Aber ich muss dich warnen: Ich werde nicht zurückhaltender sein, nur weil du meine Schwester bist, verstanden?"

Mein Tonfall war kalt und rau, aber ich versuchte schon, mich anders auszudrücken. Dennoch klang es so.
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†_Dark Angel_†

Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon †_Dark Angel_† » 24.03.2010, 19:40

Ich beobachtete sie, wie anmutig sie durch die Räumlichkeit schritt.

Ich: "Ich verstehe es, ist in Ordnung, Miu."

Als ich fertig mit einräumen war, ging ich zu ihr.

Ich: "Auch dies ist in Ordnung. Nun denn, ich bin bereit Eure Lehren zu empfangen, edle Yumi."

Ich verneigte mich vor ihr.

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Re: Chiyo&Rai - Memoires of Asian Mysteries

Beitragvon Dark_Raider » 24.03.2010, 19:44

Ich mochte zwar das Gefühl nicht, zu wissen, dass es meine eigene Schwester war, aber ich hatte keine Wahl.

Ich: "Nun gut, dann lass uns zuerst die Bewegungen üben. Setze dich auf die Matte. Nicht im Schneidersitz, im edlen Sitz, wenn du es verstehst."

Ich sah sie mit beherrschendem Blick an, um zu zeigen, dass ich es ernst meinte.
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